Begegnungen: Die ersten Deutschen im Weltraum

Als ich bei den Wordhostingdays (WHD.global) am Schluß die Schalte mit dem Apollo Astronauten Buzz Aldrin gesehen habe, habe ich mich daran erinnert, dass ich als Reporteranfänger, damals, in den frühen 90ern auch einmal zwei Astronauten beziehungsweise Kosmonauten getroffen und interviewt habe.

(Shuttle-Bild By NASA – http://www.archive.org/details/s09-32-1112, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3172373)

Sigmund Jähn und Ulf Merbold beim Raumfahrertreffen in der Region Vogtland (Thüringen, Sachen, Bayern)
Sigmund Jähn (links) und Ulf Merbold (rechts) beim Vogtländischen Raumfahrertreffen in den 199er Jahren. Beide waren die ersten Deutschen im All und stammen geographisch aus der gleichen Gegend, der Region des Grenzgebiets zwischen Thürningen, Sachsen und Bayern.

Der eine war Ulf Merbold, der nicht nur der erste deutsche Astronau bei einer NASA Mission und als einiziger Deutscher dreimal im All war, sondern er war auch der erste westdeutsche Astronaut im All. Der erste deutsche Astronaut, in der DDR-Nomenklatur Kosmonat. war Sigmund Jähn.

Beide trafen sich anlässlich des „Vogtländisches Raumfliegertreffens“, da beide aus der Region des Grenzgebietes von Thüringen, Sachen und Bayern stammen und ganz unterschiedliche Karrieren gemacht haben.

Merbold kam 1960 über die noch offene Berliner Grenze in den Westen,  studierte Physik und promovierte 1976 in Stuttgart. Die ESA suchte seinerzeit Bewerber für ein eigenes Astronautenteam, Merbold war einer davon und durfte 1983 im Space Shuttle Columbia bei Mission STS-9 mitfliegen und im Spacelab der ESA Experimente ausführen.

Sigmund Jähn blickte auf eine militärische Karriere als Jagdflieger in der NVA (Nationale Volksarmee der DDR) zurück. Jähn flog schon 1978 mit den Sowjets in einer Sojus-31 zur Raumstation Soljut-6.

Der erste Deutsche im All, Sigmund Jähn, gibt Autogramme
Sojut-Kosmonat Sigmund Jähn gibt Fans Autogramme. Jähn, der erste Deutsche im All, war in der DDR ein Volksheld.

Ich hatte damals beide für eine Regionalzeitung (Frankenpost, Vogtlandanzeiger o.ä.) interviewt. Leider habe ich den Artikel nicht mehr. Damals mussten wir die Texte direkt in das Redaktionssystem eintippen, daher gibt es keine Kopien bei mir auf den Festplatten. Schade eigentlich. Die Bilder, die ich noch habe, waren die, die damals nicht für die Zeitung verwendet worden sind. I

ch kann mich an die genaue Jahreszahl nicht erinnern. Es sollte so um 1990 bis 1991 gewesen sein. Die Bilder gibt es nur schwarz-weiß, da ich die Zeitungen damals nur die Werbung in Farbe gedruckt haben. So haben wir alles auch nur in Schwarzweiß (s/w-Filme waren billiger und einfach zu prozessieren).

Astronaut Ulf Merbold beim Besuch seiner Heimatstadt Greiz im thüringischen Vogtland in den 1990ern.
Ulf Merbold, der erste westdeutsche Astronaut, beim Besuch seiner alten Heimatstadt Greiz anlässlich des Raumfahrertreffens im thüringen Vogtland. Über die noch offene Grenze kam er 1960 in den Westen und flog als ESA-Astronaut 1983 mit dem Space Shuttle Columbia ins all. Später war er noch zweimal im Weltraum.

Ich kann mich auch nur an wenige Aussagen erinnern. Heute spricht die Merbold ähnlich wie Aldrin sehr für einen bemannten Flug zum Mars aus. Damals sagte er als globale Aussage, dass jeder einmal den Blick auf den verletzlichen Planeten Erde haben sollte. Kriegerische Auseinandersetzungen und Konflikte erscheinen aus der Weltraumperspektive sehr unbedeutend.

Vogtländisches Raumfahrertreffen in den 1990er Jahren.
Bild vom Vogtländischen Raumfliegertreffen in den früher 1990er Jahren. Hier begegneten sich der erste ostdeutsche Mensch im All und der erste westdeutsche. Beiden stammen ursprünglich aber aus der gleichen Region, auch wenn ihre Karrieren sehr unterschiedlich aussahen.

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