Verleger beschweren sich übers Internet, aber schon Btx konnte Paid Content

Warum beschweren sich Zeitungs- und Zeitschriftenverleger auf der einen Seite über „Enteignung“ durch Google, stellen aber ihre kompletten Inhalte hochsuchmaschinenoptimiert kostenlos zur Verfügung? Es gibt wirklich bald inen Grund mehr, eine Tageszeitung zu kaufen. Hätten die Inhalteproduzenten ein bisschen früher auf einige Technologien gesetzt, hätte vielleicht die „Kostenlos-Kultur“ wie es gerne so schön heißt, nicht so drastisch durchgeschlagen. Selbst das altehrwürdige Btx/Datex-J kannte Bezahlmöglichkeiten für Inhalte im Micropaymentbereich von einigen Pfennigen (damals gab es noch die D-Mark) pro Seite. Eine Btx-Seite konnte 0,01 bis 9,99 DM kosten. Pro Abruf! Und die Telekom (damals Deutsche Bundespost) kümmerte sich um die Bezahlprozesse, nämlich per Telefonrechnung, notfalls sogar ums Inkasso. Ist es wirklich so schwer, Paid Content auf die Reihe zu kriegen?

Veröffentlicht von

Markus Käkenmeister

Interessiert an Technologie, Politik, Psychologie. Seit 2000 beruflich im Web (Internetbranche) als Marketing Manager und Product Manager Schwerpunkt Community/Dating, Hosting, Domains, Cloud

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