NSA-Schnüffelskandal: Ändert dies an der Nutzung von Facebook oder Twitter etwas?

Den meisten Internetusern dürften die Enthüllungen von Snowden zum ersten Mal bewusst gemacht haben, dass Internetkommunikation alles andere als vertraulich ist. Dass eine E-Mail zirka so vertraulich ist wie eine Postkarte damals im analogen Zeitalter, war einigermaßen bekannt.

Aber auch alles weitere, was über Social Networks ausgetauscht wird, SMS (Whatsapp etc. eingeschlossen) oder per Mobiltelefon versendet bzw. empfangen wird. durchläuft zumindest potentiell die Scanner spezialisierter Geheimdienste, wird möglicherweise dauerhaft gespeichert, bewertet und miteinander verbunden.

Spannend ist doch nun, wie die Internetöffentlichkeit darauf reagiert, von einer Empörung einmal abgesehen. Eigentlich, so würde man erwarten, sollten die Nutzerzahlen in Facebook weltweit zurückgehen, und zwar so deutlich, dass man das in Nutzerstatistiken deutlich sehen kann.

Schauen wir uns die aktuelle Statistik der Facebooknutzung an, so wie sie allfacebook.com veröffentlicht:

Noch wächst Facebook in Deutschland. Sollte eine breite Verunsicherung eintreten, wird man wohl in wenigen Wochen eine Delle in den Zuwachsraten sehen müssen. 
Umgekehrt: Viele Contents werden gerade wegen der Sichtbarkeit veröffentlicht. Die meisten User stellen und teilen Inhalte, damit andere User sie sehen. 
Noch spannender wäre es, festzustellen, ob persönlichere und vertrauliche Informationen nun verstärkt entfernt oder zurückgehalten werden. Dazu gibt es aber offensichtlich keine Metriken, zumindest keine öffentlichen.   

Veröffentlicht von

Markus Käkenmeister

Interessiert an Technologie, Politik, Psychologie. Seit 2000 beruflich im Web (Internetbranche) als Marketing Manager und Product Manager Schwerpunkt Community/Dating, Hosting, Domains, Cloud

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