318 Mio. Fake-Domainnamen für Ad-Fraud-Websites 

Domainnamen, die hauptsächlich Zahlen beinhalten, spielen offenbar eine große Rolle bei Onlinebetrügereien. Sie sind recht billig zu registrieren, fallen nicht auf, weil sie nicht aussagen. Nur aussagekräftige Domainnamen sind beliebt, umkämpft und damit teuer.

Dr. Augustine Fou, ein Sicherheitsforscher, hat sich dieses Phänomen genauer angesehen und festgestellt, dass hinter solchen Registeirungen ein Muster gibt. Schaut man sich die Webseiten an, die mit solchen Domains verbunden sind, wird klar, dass diese nicht gemacht sind, um menschliches Informationsbedürfnis zu befriedigen. Sie werden für Ad Fraud eingesetzt, also für den Versuch, Werbeauslieferungen vorzutäuschen.

Für Werbetreibende bleibt nur die Möglichkeit, aufzupassen, und zu überprüfen, wo die eigenen Ads tatsächlich laufen. Dies ist derzeit ohnehin geboten, weil Ads auch auf Seiten mit Inhalten laufen, mit denen die eigene Marke auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden soll.

Diese Fraud-Sites könnten mengenmäßig die „dunkle Masse“ des Webs ausmachen. Dies sind jene 318 Millionen Sites, die nur dem Zweck dienen, Adviews vorzutäuschen und hinter solchen Domains stecken. Weitere 10 Millionen Webseiten würden Nischencontent beinhalten, der tatsächlich von Menschen nachgefragt werden würde, so Fou in einem Beitrag (gif).  99 Prozent aller menschlichen Seitenansichten entfallen demzufolge auf etwa eine Million Webseiten, „von denen man schon mal etwas gehört hat“.

Wie Ad-Fraud funktioniert, zeigt Fou hier (Linkedin-Profil).

 

Quelle: New Ad Fraud Schemes Utilize Alpha-Numeric Domains

Veröffentlicht von

Markus Käkenmeister

Interessiert an Technologie, Politik, Psychologie. Seit 2000 beruflich im Web (Internetbranche) als Marketing Manager und Product Manager Schwerpunkt Community/Dating, Hosting, Domains, Cloud

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