Yahoo killt Geocities

3,5 Millarden US-Dollar hat Yahoo einst für Geocities bezahlt. Dass Yahoo Geocities, eine der ehemals ganz großen Sites wohl nun abschalten will, schmerzt etwas. Geocities ist eine Art Pionier-Service des WWW, mit dem jeder eine eigene Homepage gestalten und veröffentlichen konnte. So war Geocities zeitweise mit 3,5 Millionen Webpräsenzen der größte Webhoster der Welt, und das gratis, auch wenn es später Premiumangebote gab, bei denen der User direkt zur Kasse gebeten wurde. Tripod (mit diesem Service – zumindest mit dem deutschen und europäischen Teil – hatte ich ja selbst lange Jahre beruflich zu tun) war ein ähnlicher Gratis-Service. Es war immer sehr schwer, mit dieser Art von Webangeboten Geld zu verdienen, auch wenn die Besuchszahlen phantastisch sind. Im Prinzip lieferten Geocities und Tripod mit der „Privat-Publishing“-Idee schon das, was Jahre später als Blogging, Social Networking und Web 2.0 Mode kultiviert wurde. Und genauso schwer war es seinerzeit wie heute, die teueren, server- und trafficlastigen Services zu refinanzieren. Natürlich werden solche Angebote auch gerne missbraucht, um Warez zu verbreiten, Pornographie oder Nazi-Propaganda, was wiederum eine permanente und aufwendige Kontrolle nötig macht. Nun zieht Yahoo den Stecker und hat die Neu-Userregistrierung für Yahoo abgeschaltet und will das Userinteresse auf andere web 2.0 Angebote des Konzern lenken. Yahoo killt Geocities, sicher im Versuch sich selbst zu retten.

Microsoft hat auch mal wieder was Neues

Ich war von Windows Vista schon enttäuscht. Ein wenig mehr Optik, aber sonst nichts Neues. Seit heute gibts den Internet Explorer 8 und er soll ja sehr schnell sein, was ich gerade austeste. Schön, dass Microsoft sich nun an alle Standards hält. Paradoxerweise gibt einen Rückwärtskompatibilitätsmodus. Webseiten bauen sich wiklich sehr schnell auf. Mit Faccebook und allen gängigen Seiten funktioniert das eigentlich sehr gut. Komischerweise laden meine privaten Webseiten eher langsamer. Das kann aber auch gerade am Hoster oder der Internetverbindung liegen. Das Laden großer Bilder scheint länger zu dauern.. ob das Bild durch einen Zwangsfilter von Microsoft muss, um potentiell schädlichn Code zu entdecken?

Ich bin sehr gespannt, wie die Webslices funktionieren, eine Art aufgebohrtes RSS? Ein grüner Button auf Websites soll darauf hinweisen. Bisher habe ich noch nirgendwo einen gefunden.

Ich verwende den IE 8 auf einem betagten Notebook mit einem Pentium M 725 Prozessor und habe den Eindruck, mit ihm ähnlich schnellen Seitenaufbau zu erleben wie mit Google Chrome, den ich nur hin und wieder mal verwende, da mich Googles Datensammelwut grundstzlich nervt. Safari finde ich eigentlich auch nicht schlecht, nutze ich aber eher nur auf dem iphone.

Eigentlich könnte Outlook Express bzw. das ultralahme Livemail auch mal ein Update gebrauchen.

Was kostet eine Stunde t-mobile-Ausfall


Gerade ist die t-mobile Site down. Schade, denn gerade wollte ich meine iphone Sim freischalten. Und das noch zu CeBit Zeiten. Vielleicht ein Angriff von außen, denn wer bei t Mobile so ausgerechnet in dieser Zeit eine Wartung geplant haben. Ich frage mich, was kostet bei t-mobile wohl eine Minute oder eine Stunde Ausfall der Webseite?

Nehmen wir an, es sind 1.000 potentielle Kunden auf der Webseite pro Stunde (also nicht Bestandskunden, sondern User, die mit Kaufabsicht kommen). 10 Prozent würden bestellen, können aber nicht. Durchschnittlicher Bestellwert vielleicht 720 Euro (viele Mobilfunkverträge müssen auf 24 Monate abgeschlossen werden und ein Vertrag kostet so ca. 30 Euro im Monat).

So hätten wir 100 x 720 Euro –> 72.000 Euro entgangener Bestellwert. Nur eine vorsichtige Mutmaßung. Sicher sind auf t-mobile.de pro Stunde mehr als 1000 Kunden unterwegs, auch an einem durchschnittlichen Montag Vormittag.

Medien Sterben VIII: Pro7Sat1

Alles muss raus: Die Pro7Sat1 AG will nun auch 9Live verkaufen, schreibt das Handelsblatt. Ernsthafte Interessenten scheinen zu fehlen. Wie wäre es denn mit dem Stasi 2.0 – Unternehmen „Telekom“ als Käufer?

Medien-Sterben V

Holtzbrinck stellt die Billigzeitung „20cent Saar“ und „20cent Lausitz“ ein. Beide wurden einst für jüngere Lesergruppen in lokalen Märkten gestartet. Leider wurden die schwarzen Zahlen nicht erreicht.