Muss man Linux beherrschen, um einen Server zu betreiben?

DDoS und Versuche, Server als Bots zu übernehmen sind keine selten beobachteten Hackingversuche mehr, sondern Geschäftsmodelle. Wer einen eigenen Server betreibt, sollte sich sehr zeitnah um Updates und Patches zeitnah kümmern.

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Die weltweit Top 500 Hosting- und Cloud Unternehmen

Es gibt nur wenige Quellen, die Aussagen darüber zulassen, welche Unternehmen die meisten Websites beherbergen.

Netcraft ist sicher eine recht zuverlässige Quelle. Leider sind die Daten nicht öffentlich.

Eine andere Quelle ist w3bin.com. Dieser Anbieter nutzt zur Ermittlung offensichtlich in erster Linie User Input, denn mit dem Service kann man herausfinden, wo eine Webseite „zuhause“ ist. Einmal in die Datenbank aufgenommen, muss man dann nur noch ständig nachverfolgen, ob die Site immer noch unter der entsprechenden IP-Adresse liegt oder umgezogen wurde. Hier ist die Top 500 Hoster Liste nach w3bin.

Dies macht wohl auch Markosweb.com mit dem Service „Smart Viper“. Das Angebot ist, seinen Domainnamen einzugeben und dann ein paar Leistungsinformationen über die Website zu bekommen. Damit jedoch lassen sich auch entsprechende Daten sammeln. Inwieweit dies dann zu validen Ergebnissen führt, hängt davon ab wie zufällig die Eingaben erfolgen. Verteilen Sie sich Nutzer also gleichmäßig auf aller Hoster oder ist die Nutzung (was man annehmen darf) in gewisser Weise verzerrt. Die Daten werden immer noch aggregiert und sind auch noch – wenn auch versteckt – hier dargestellt.

Um die Zuverlässigkeit der Daten scheint es nicht besonders gut bestellt zu sein, denn beide Dienste liefern recht unterschiedliche Ergebnisse. Das rührt von den verschiedenen Erhebungsmethoden her. Im Zweifel würde ich den Markosweb-Daten weniger vertrauen. Insgesamt scheint sich der Service nicht mehr weiter zu entwickeln. Einige Features funktionieren nicht mehr richtig. Alles macht einen eher morbiden Eindruck.

 

 

Drupal und Joomla Migrationen von Server zu Server

Joomla und auch Drupal sind eigentlich recht einfach zu migrieren, habe ich heute Nachmittag festgestellt. Es dauert lange wegen der Transferprozesse, aber im Grundsatz ist es nicht so schwer. Sowohl für Drupal als auch Joomla gibt es Module, die Backup und Mig unterstützen. Wenn man wirklich nur umziehen will ohne von einer Version auf die andere zu springen, geht es auch ohne.

Für Joomla als auch Drupal ist folgendes Migrationsvorgehen möglich:

1. Datenbank Dump erstellen. Dabei hilft das kostenlose Tool mysqldumper sehr gut. Das kann man auch für regelmäßige Backups einsetzen. Ist leicht und gut.

2. Den neuen Server vorbereiten:

  • Speicherplatz einrichten
  • Neue MySQL Datenbank anlegen, DB Name, DB User und Passwort merken
  • FTP Zugriff einrichten, Nutzername und Passwort merken

3. Alles, was auf dem alten Server im Joomla oder Drupal Verzeichnis liegt, muss per FTP herunter- und auf dem neuen Serverspeicherplatz wieder hochgeladen werden. Einfach so wie es ist.

3. Jetzt Mysqldumper auf dem neuen Server neu installieren bzw. konfigurieren, so dass die neue Datenbank angebunden ist. Das Backup, das normalerweise unter /work/backup im mysqldumper-Verzeichnis liegt wiederherstellen.

3. Nun müssen die Config-Dateien behandelt werden, um dort die neuen DB-Einstellungen einzutragen.

  • Bei Joomla heißt die Datei configuration.php und liegt auf der obersten Ebene des Joomla Verzeichnisses. In dieser Datei, die man mit dem Notepad bearbeiten kann, gibt es ein paar Variablen, die man anpassen muss:
var $dbtype = ‚mysql‘;
var $host = ‚localhost‘; (meistens ist das localhost)
var $user = ‚ ‚; (hier kommt der Datenbankbenutzername hinein)
var $db = ‚ ‚; (hier den Datenbanknamen hineinschreiben)
var $password = ‚ ‚ (hier das Passwort benennen)
  • Bei Drupal befindet sich die Datei setting.php unter  /sites/defaultAuch hier müssen die Datenbankparameter angepasst werden. Die Zeile sieht für gewöhnlich so aus:$db_url = ‚mysqli://username:password@localhost/databasename‘;An die entsprechenden Stellen muss man die gültigen Werte für die Datenbank auf dem neuen Server angeben.

Wichtig ist dann noch die Domain richtig zu routen oder umzuziehen.

Zumindest einfache Sites lassen sich so umziehen. Je mehr Module, Add ons etc mit umziehen müssen, desto mehr Fallen gibt es. Grundsätzlich: Servermigrationen sind etwas ekeliges. Am besten bei der Entwicklung schon immer mit dran denken, dass man auch einmal umziehen möchte, egal warum.

Was kann schiefgehen? 

Jede Menge. Das ist je genau das, was die Migs ekelig werden lässt.

Mysqldumper ist ein PHP Script. Viele Hoster begrenzen die maximale Laufzeit für PHP Scripts. Folge: Bei großen Datenbanken wird die Ausführung abgebrochen. Möglicherweise hilft es, nacheinander nur Teile der Datenbank zu backuppen. Ist zeitaufwendig und nervig, aber immerhin gibt es ja auch einen Grund, den Server zu wechseln.

Drupal macht intensiven Gebrauch von der .htaccess Datei und Rewrite-Vorschriften für die Url. Diese muss eventuell angepasst werden. Problematisch ist eventuell die Drupal Einstellung „lesefrendliche URLs“. Vor der Mig abschalten! Das kann nämlich dazu führen, dass man sich nicht mehr einloggen kann, auch wenn Datenbank und Website eigentlich erfolgreich kopiert wurden.

Möglicherweise sind im Content absolute Links innerhalb der eigenen Seite verwendet worden (habe ich auf Kundenwebseiten schon oft gesehen). Das wirkt sich dumm aus, wenn mit der Migration auch die Domain eine andere wird. Hier ist es wohl das beste, im Content die Änderungen vorzunehmen. Man könnte sich auch etwas .htaccess-mössiges vorstellen, aber das ist wohl komplizierter als die Änderung.

Wo läuft Joomla gut?

Das ist oft auch Geschmackssache, aber ich habe bei 1&1 und dem Paket „Homepage perfect“ gute Erfahrungen gemacht. Für nicht so kritische Websites ganz ok, auch von der Geschwindigkeit her. Wichtig ist bei der Installation von Joomla nur zu beachten, ein anderes Verzeichnis als Joomla Log-Verzeichnis anzulegen, da 1&1 selber auf einem Verzeichnis „log“ besteht.