Komponenten updaten, so ganz ohne Tools? Wer will das schon noch.

Tatstaur schmutzig Update Button

Wir alle, die Open Source Software auf einem mit dem Internet verbundenen Server einsetzen (wie etwa WordPress), kennen den technischen Druck, der immer wieder Updates erforderlich macht. Es vergeht kaum ein Tag, an dem WordPress oder eines der stĂ€ndig mehr werdenden Plugins nicht nach einem Update schreit. Treiber sind neben tatsĂ€chlichen Innovationen und neuen Features oft Sicherheitsaspekte durch neu entdeckte LĂŒcken und SchwĂ€chen im Code der Anwendungen.

Das setzt sich „unter der Haube“ fort: Auch Betriebssysteme, Webserversoftware oder Module wie PHP entwickeln sich weiter, selten in einer Roadmap aufeinander abgestimmt. Derzeit scheint mit Ubuntu als Linuxvariante fĂŒr Server sehr in Mode zu sein. Das galt aber auch schon mal fĂŒr Debian oder CentOS.

Im Bereich Managed Hosting (klassisches Webhosting oder Managed Server)  reicht es, wenn man sich um die Anwendung kĂŒmmert. Im Serverbereich wird das Updaten diffiziler und zeitaufwĂ€ndiger. Gut, dass es einige Tools gibt, mit den man sich das Leben etwas erleichtern kann. Arbeit macht das trotzdem.

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App Deeplinking

Foto mit Smartphone und App, Quelle Unplash, Creative Commons Zero
Ein aktuell wichtiges Momentum fĂŒr mobile Apps ist offensichtlich derzeit Deep Linking. Bisher ist es ja oft so, dass die Apps, die man sich auf das Smartphone lĂ€dt, alle nebeneinander stehen. Das ist zum einen ein ökonomischer Vorteil, da man als App-Anbieter den User „besitzt“, seine volle Aufmerksamkeit hat und alle Interaktionen abgreifen kann, andererseits stĂ¶ĂŸt die App an sich aus Nutzersicht dann schnell an die Grenzen.

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Sehr schade: Yahoo stellt Pipes im August 2015 ein

Screenshot einer angelegten Yahoo Pipe (MyPipes)

Yahoo Pipes ist ein Service, mit dem man unterschiedliche Datenquellen, etwa RSS-Feeds, CSV-Dateien oder das Ergebnis von SQL-Abfragen prozessieren kann, etwa um die Daten zu aggregieren, zu filtern oder neue Dokumente daraus zu erstellen. Das Schöne daran: Man muss nichts scripten oder programmieren. Alles lÀsst sich grafisch abbilden. Man benötigt nur den Browser und ein Yahoo-Konto.

Screenshot einer angelegten Yahoo Pipe (MyPipes)
Yahoo will Pipes nicht mehr anbieten, Pipes ist ein Service, mit dem sich verschiedene Datenquellen vereinen, filtern oder neu zusammenstellen ließen. DafĂŒr standen viele Operationen zur VerfĂŒgung.

Mit Yahoo! Pipes soll Ende August 2015 Schluss sein. Dies steht auch schon so auf der Webseite.

Screenshots Ende Yahoo Pipes
Yahoo wird Pipes zum 30.August 2015 einstellen. Noch einen Monat lang kann man danach seine angelegten Pipes einsehen oder die Definitionen zu exportieren, z.B. als JSON File.

 

Sicher war Pipes nicht das Tool fĂŒr die breite Masse an Usern, doch wer sich abseits der Pfade, die die kommerziellen Social Media Angebote uner Vermeidung einer fremdinduzierten Filter Bubble auf Informationssuche war, konnte mit Pipes viel anfangen.

Es gibt ein paar Alternativen. In diesem Zusammenhang wird gerne IFTTT (If This Than That) genannt. Zumindest kann man damit Prozesse abbilden. Die Manipulationsmöglichkeiten, die Pipe hatte, fehlen. Auch Cloudwork und MashableLogic sollte man sich einmal ansehen, wenn man nun eine Alternative aus dem Bereich Semantic Web Technologies finden möchte. Deri Pipes scheint eine komplette Entsprechung zu Yahoo Pipes zu bieten, doch die Website ist zur Zeit down (http://pipes.deri.org).

Ein paar dĂŒrre Worte zum Ende von Pipes finden sich im Yahoo Pipes Blog. Aufschlussreicher ist aber der Post, in dem Yahoo erklĂ€rt, dass es eine Priorisierung von Angeboten geben wird. Auch die IOS und MacOS  Integration von Yahoo Mail bzw. der Kontaktsynchronisation ist betroffen (fĂŒr Ă€ltere Versionen), genauso der Kartendienst Maps und verschiedene Contentbereiche wie Yahoo Music in Frankreich und Kanada oder Yahoo Movies in Spanien. Diese frĂŒher als „Channels“ bezeichneten Contentbereiche gibt es im deutschen Yahoo Portal gar nicht mehr. Der TV- und der Auto-Bereich von Yahoo.de werden ebenfalls beendet.

Damit wird Yahoo! wieder ein StĂŒck kleiner. Die Frage-Antwort-Community Clever, Sport, Finanzen, Wetter, der Lifestylebereich und komischerweise „Videos“ (Yahoo Screen) bleiben. Auch der Newschannel wird offensichtlich nicht angetastet.

Bildschirmfoto Yahoo.de Startseite
Das Yahoo Content Portal wird wieder ein StĂŒck kleiner. In Deutschland fallen auch die Bereiche TV und Autos weg. Letzteres ist in der linken Navigation schon nicht mehr verlinkt.

 

Ein paar praktische Erfahrungen aus der Webanalyse, besonders mit etracker

Beispielgrafik der Kampagnenberichte aus etracker

Etracker ist eigentlich ein gutes Webanalyse-Tool. Ich bin wahrscheinlich das, was man einen Poweruser nennt: Ich zĂ€hle zur Zeit ĂŒber 5.200 Logins in 5 Jahren, da macht im Schnitt ĂŒber 2,5 Login pro Tag – egal ob Montag, Sonntag oder Feiertag. Prinzipiell bin ich mit etracker sehr zufrieden. Doch ein paar  EinschrĂ€nkungen bei der Möglichkeit, Daten direkt mit dem Tool zu analysieren oder roh zu exportieren, nerven mich.

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Der neue Webpresence Builder von Parallels

Wenn man eine neue Website erstellt, steht man immer vor der Frage, wie die technische Umsetzung aussehen soll.

FĂŒr eine recht große Zielgruppe gibt es Homepage-BaukĂ€sten. Sie versprechen einen schnellen Start ohne Programmierkenntnisse zu benötigen. Parallels, der Hersteller der Serveradministrationssoftware Plesk, hat nun eine neue Version des Webpresence Builders vorgestellt.

[su_note note_color=“#ffae66″]UPDATE vom April 2017: Dieser Beitrag stammt aus dem Jahre 2013. Mittlerweile ist die Version „Onyx“ von Plesk die aktuelle Version. Der Websitebuilder wird seit lĂ€ngerer Zeit nicht mehr weiterentwickelt. Auch Parallels setzt mit dem Plesk-Ökosystem nun auf WordPress und liefert mit dem WordPress ToolKit (» Dokumentation bei Plesk) einige Features, die den User beim Generieren einer Website mit dem meistverbreiteten CMS unterstĂŒtzen sollen. Insbesondere das Verwalten von Themes und Plugins soll via Plesk besser kontrolliert werden können. Zudem sorgen die Tools fĂŒr mehr Sicherheit, indem die WordPress-Installation vor Angriffen geschĂŒtzt wird. FĂŒr WordPress findet man alle möglichen Add-Ons (Plugins) und Templates (Themes; diese zum Beispiel bei templatemonster.com/de). Man kann sagen, WordPress hat das Rennen um die Vorherrschaft gewonnen, auch wenn es User gibt, denen WordPress zu kompliziert oder ĂŒberladen ist. FĂŒr diese Gruppe sind Online-Seitengeneratoren eine gute Alternative. [/su_note]

NatĂŒrlich kann man theoretisch einfach HTML-Anweisungen in ein Textfile schreiben, dies als HTML-Datei abspeichern und hochladen. Fertig ist das Webdokument.

Doch wer einige Mindeststandards einhalten oder einige bestimmte Funktionen abbilden muss, kann nicht jede HTMl-Code-Zeile mit der Hand schreiben.

Man kann dazu ein Contentmanagement System (CMS) installieren. Beliebt in diesem Bereich sind Joomla!, WordPress sowie Typo3 oder auch Drupal. Dann steht aber immer noch die Frage im Raum, wie die Website aussehen soll: Anzahl Spalten, Schriftart, Farbschema, Headerbild. Alles das wird mit dem Template festgelegt, wobei die CMS-Anwendungen meist schon einige benutzbare Templates integriert haben. Wer selbst ein Template erstellen will oder ein vorhandenes variieren möchte, muss sich dennoch mit HTML, CSS und Co. auseinandersetzen.

Zudem stellen sich noch weitere technische Fragen: CMS brauchen bestimmte Voraussetzungen auf dem Webspace, oft PHP als Skriptsprache und MySQL als Datenbanklösung.

FĂŒr eine Kundenkreis, der vor der Aufgabe steht, eine Website zu erstellen, aber ĂŒberhaupt keine technischen Kenntnisse mitbringt, sind Homepage-Baukastenlösungen gedacht.

Bekannt in diesem Sektor sind:

  • Jimdo und das damit immer noch verwandte 1&1 Do-it-Yourself-Homepageprodukt
  • wix.com
  • das etwas in die Jahre gekommene Tool auf homepagebaukasten.de
  • easyPage, eine von goneo betriebene Adaption des (eingestellten) Produkts egoditor
Was viele nicht wissen ist, dass auch Parallels einen Baukasten anbietet. Parallels nennt ihn „Web Presence Builder“. Wie die vergleichbaren Produkte braucht man dafĂŒr nur den Browser, um eine neue Homepage zu erstellen. Ich habe den Webpresence Builder mit Googles Chrome getestet und keine Probleme oder AbstĂŒrze festgestellt.
VerfĂŒgbar ist der Web Presence Builder, wenn zum Beispiel die ServeradministrationsoberflĂ€che Plesk eingesetzt wird und der Lizenznehmer das entsprechende Modul mitlizenziert hat. FĂŒr Endkunden ist der Parallels Web Presence Builder nicht direkt zugĂ€nglich. Der Weg fĂŒhrt ĂŒber einen Hoster oder eine Agentur.
Jetzt gibt es die Version 11.5, die den Ansatz verfolgt, der an das 1&1 Produkt erinnert: Der neugebackene Webdesigner wĂ€hlt aus einer recht langen Liste von Inhaltsvorlagen aus, fĂŒr welches Thema oder fĂŒr welchen Einsatzbereich er oder sie die Site braucht. Danach erstellt das System die Rohversion, doch einige Bild- und Textelemente, die man typischerweise in diesem gewĂ€hlten Bereich gebrauchen kann, sind bereits inkludiert, zum Beispiel ein passendes Headerbild und einige Einzelseiten mit typischem Text.
Am Anfang also steht die Festlegung auf ein Thema, das dann das Aussehen (Design) der Site vorentscheidet:
Der Start: Man wĂ€hlt ein entsprechendes Thema aus und fĂŒllt grundsĂ€tzliche Angaben in ein Formular ein.
Die Produktidee, der USP sozusagen, ist, dem User schnell zum Erfolg zu verhelfen und eine erste Website live zu bringen.
Der Webpresence Builder arbeitet mit einem Toolfenster, das sich im Browser dankenswerterweise auch verschieben lĂ€sst und auch minimiert werden kann. Es verschafft Zugriff auf die Hauptfunktionen: Seitenstruktur, Farbschema, HinzufĂŒgen von Inhaltselementen und dergleichen.
In einer Art What-You-See-Is-What-You-Get werden die Änderungen angezeigt. Text kann man direkt an entsprechender Stelle eintippen und ein wenig formatieren.
Die Aufteilung der Seite lĂ€sst sich jederzeit wieder Ă€ndern. So kann man von einem zweispaltigen Layout auf eine zweispaltige Darstellung zurĂŒckschalten.
Die Vorder- und Hintergrundfarben lassen sich gezielt auswÀhlen oder man wÀhlt ein passendes Farbset aus.
Als nett empfand ich, dass sich die Ecken abrunden lassen. DafĂŒr ist extra eine Option fĂŒr nahezu jedes Gestaltungselement vorgesehen.
Wenn man seine Texte eingegeben hat, lĂ€sst sich das Ergebnis mit „Publish“ veröffentlichen und steht fortan im Web.
Solche Baukastensysteme sind natĂŒrlich immer ein Kompromiss aus Einfachheit in der Bedienung, FlexibilitĂ€t und qualitativem Ergebnis hinsichtlich technischer und Ă€sthetischer Kriterien. Entscheidend ist allerdings immer noch die QualitĂ€t des Ausgangstemplates.
Auf mich hat es den Eindruck gemacht, die Templates im Webpresence Builder wirken ein wenig antiquiert. Der optische Eindruck wird aber meiner Meinung nach stark durch die QualitÀt der Headerbilder beeinflusst. Mit tollen Bildern sieht die fertige Seite toll aus.
Dennoch wirken die Ausgangstemplates zum Beispiel bei wix fĂŒr mich ausgearbeiteter, elaborierter. Hier zum Vergleich ein Template aus einer vergleichbaren Templatekategorie bei wix, und das sogar ohne optisch unterstĂŒtzendes Bild:
Ich finde, Parallels hĂ€tte die Templates modernisieren und neu durchstylen können. FĂŒr einen ersten Auftritt ist das Tool allerdings auf jeden Fall brauchbar.
Ein interessantes Experiment wĂ€re einmal, die verschiedenen HomepagebaukĂ€sten gegeneinander zu testen und zwar hinsichtlich ihrer FĂ€higkeit, in wichtigen Suchmaschinen zu ranken. Dieses Experiment kann ich nicht sofort durchfĂŒhren, aber vielleicht mache ich dies demnĂ€chst mal.
Ich bin sicher, dass zum Beispiel Google einen Rankingfaktor aus dem Website-Generator gewinnt: Wer ein teueres Webdesigntool einsetzt, hat die Chance auf besseres Ranking im Vergleich zu Sites aus kostenlosen oder einfachen Generatoren.