Wird das Word Wide Web kleiner?

http://www.worldwidewebsize.com Grafik indizierte Webseiten weltwet

Es gibt keine zentrale Stelle, an der Webseiten registriert werden müssten. Das Web ist dezentral – das war auch so gedacht.

Die Kehrseite der Medaille ist: Informationen sind schwer zu finden (davon lebt Google sehr gut) und außerdem weiß man nicht abschließend, welche Informationen es gibt und wie viel davon.

Es gibt ein offensichtlich niederländisches Projekt, das die Größe des Word Wide Webes anhand verschiedener Abbildungen zu erfassen und zu verfolgen versucht: http://www.worldwidewebsize.com

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Nur noch zehn Milliarden Dollar Gewinn – so berichtet die deutsche Wirtschaftspresse

Apple-Berichterstattung mit dramatischen Schlagzeilen: Nur noch 10 Milliarden Dollar Gewinn

„Apple-Schock! Zahlen noch schlechter als erwartet“ titelt Chip Online.  Ok, diese Publikation braucht die Likes und die Shares (zahlen würde man für solche Stücke sicher nicht; es ist nur die Frage, ob man sich diese Texte auch ohne Adblocker gibt), aber auch der Teil der Presse, der sich seriöser nennt, übertifft sich mit völlig unangebrachter Schwarzmalerei. Getragen wird das Getexte von einer eigenartigen Mischung aus Häme, der Überzeugung des Autors, es ja schon immer gewusst zu haben. Nun also läuten wir das Ende des Smartphones ein. Eine bessere Darstellung über die Geschäftsentwicklung und eindifferenzierter Blick auf das Smartphonegeschäft  findet sich zum Beispiel bei der Los Angeles Times oder auch bei Heise. .

Die weltweit Top 500 Hosting- und Cloud Unternehmen

Es gibt nur wenige Quellen, die Aussagen darüber zulassen, welche Unternehmen die meisten Websites beherbergen.

Netcraft ist sicher eine recht zuverlässige Quelle. Leider sind die Daten nicht öffentlich.

Eine andere Quelle ist w3bin.com. Dieser Anbieter nutzt zur Ermittlung offensichtlich in erster Linie User Input, denn mit dem Service kann man herausfinden, wo eine Webseite „zuhause“ ist. Einmal in die Datenbank aufgenommen, muss man dann nur noch ständig nachverfolgen, ob die Site immer noch unter der entsprechenden IP-Adresse liegt oder umgezogen wurde. Hier ist die Top 500 Hoster Liste nach w3bin.

Dies macht wohl auch Markosweb.com mit dem Service „Smart Viper“. Das Angebot ist, seinen Domainnamen einzugeben und dann ein paar Leistungsinformationen über die Website zu bekommen. Damit jedoch lassen sich auch entsprechende Daten sammeln. Inwieweit dies dann zu validen Ergebnissen führt, hängt davon ab wie zufällig die Eingaben erfolgen. Verteilen Sie sich Nutzer also gleichmäßig auf aller Hoster oder ist die Nutzung (was man annehmen darf) in gewisser Weise verzerrt. Die Daten werden immer noch aggregiert und sind auch noch – wenn auch versteckt – hier dargestellt.

Um die Zuverlässigkeit der Daten scheint es nicht besonders gut bestellt zu sein, denn beide Dienste liefern recht unterschiedliche Ergebnisse. Das rührt von den verschiedenen Erhebungsmethoden her. Im Zweifel würde ich den Markosweb-Daten weniger vertrauen. Insgesamt scheint sich der Service nicht mehr weiter zu entwickeln. Einige Features funktionieren nicht mehr richtig. Alles macht einen eher morbiden Eindruck.

 

 

Was ist zu erwarten von „Google Post“?

google posts Startseite, ein neuer Dienst in den USA

Zur Zeit schreibt nur der eine Dienst vom anderen ab, ohne wirklich zu ergründen, was der neue Google-Post-Dienst eigentlich leisten soll (Arstechnica, Google Watch Blog, Golem, Heise …).

Angeblich hat Google eine Möglichkeit geschaffen, dass einzelne User selbst Posts in die Google Suche zusteuern können. Die Präsidentschaftskandidaten in den USA sollen dies offensichtlich nutzen  können und Hillary Clinton nutzt es wohl tatsächlich. Zudem ist auch ein New Yorker Juwelier im hochexklusiven Kreis der Nutzer.

Wer für Google Posts, was später aber gar nicht so heißen soll, freigeschaltet ist – und das sind wohl wirklich nur ganz, ganz wenige – hat ein Tool, mit dem sich eher kurze Textnachrichten verfassen und posten lassen, auch mobil.

google posts Startseite, ein neuer Dienst in den USA
So sieht die Startseite von Google Posts aus (google.com/posts)

Mit bestimmten Suchbegriffen erscheint eine Suchergebnisseite, die die „Google Posts“ Treffer im oberen Drittel der Webseite nebeneinander anzeigt. Der Block erinnert ein wenig an das Karussell bei Facebook im Newsfeed. Man kann direkt von der Suchergebnisseite diese kurzen Statements teilen oder per Klick auf einen Post eine Art Timeline-Ansicht öffnen.

Oben befindet sich ein Profilbild mit Hintergrund, darunter werden chronologisch die Posts gezeigt. Es sieht aus wie Twitter.

Auf jeden Fall wird anhand des Posts-Features deutlich, wie sehr sich die Länderversionen von Google unterscheiden. Die Ergebnisseite in den USA ist ganz anders strukturiert als die deutsche Seite. Die amerikanische Variante sieht sehr viel kuratierter aus (auch wenn da wohl niemand tatsächlich die Seite managt). Die Form der Ergebnisdarstellung ist deutlich vielfältiger. Das wird bereits deutlich, wenn man in den Suchergebniseinstellungen auf „englisch“ umschaltet. Die Google Posts werden aber dennoch nicht gezeigt.

Google USA: Anders als deutsche Nutzer die Suchergebnisseite kennen

Auffällig ist in der englisch-amerikanischen Version aber der Kasten, der Newsfetzen oder Zitate der  Hauptthemen der Kandidaten zeigt. Offensichtlich werden bestimmte Newsfeeds und Elemente getaggt und entsprechend zugeordnet. Ein ähnliches Element haben wir in der deutschen Suche von Google noch nicht gesehen. Die Suchergebnisseite zur Hessenwahl ist eher newslastig und zusammengemischt und aus allen möglichen Newsquellen wie Focus, Bild oder Stern, ganz so wie man es gewohnt ist. Von einer ähnlich intelligenten Zusammenstellung und Sortierung von Informationen ist die deutsche Version sehr weit entfernt. Das funktioniert nicht mal besonders gut, wenn es um das Reizthema „Flüchtlinge“ geht.

Experiment oder ein neuer Dienst vor der Einführung?

Gut, was könnte Google mit so einem Post-Feature weiter machen? Twitter gibt es schon, die Darstellung ist von Facebook geklaut. Zudem dürfte das Nutzungsverhalten bei Twitter und Facebook deutlich anders sein als bei der Google Suche. In den sozialen Netzwerken fährt man immer wenn man Lust und Laune hat mal seine Timeline rauf und runter, liked und shared ein bisschen was. Die Google Suche bemüht man bei einem akuten Informationsbedürfnis.

Kontrolle über Content

Sicher ist auch dies der Versuch, den Content-„Zwischenhändler“ auszuschalten. Der Politiker muss also nicht erst einem Journalisten einer Zeitung oder einer Fernsehstation ein Statement geben, sondern Google holt sich dieses direkt ab. Allerdings hat der Kandidat dann weniger unter Kontrolle, wie sein Statement veröffentlicht und gesehen wird, nämlich vielleicht gar nicht.

Knapp 70 Prozent der Deutschen nutzen einen der vier größten Freemailer

Mittlerweile ist die gute alte E-Mail wohl „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen, wie man so schön sagt. 81 Prozent der Deutschen nutzen diesen Internetdienst.

Vielen Menschen reicht eine anonyme Gratis-Mailbox ganz offensichtlich. Dabei könnte man mit einer E-Mailadresse, die zu einem registrierten  Domainnamen gehört, Seriösität und Vertrauenswürdigkeit vermitteln.

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Ein paar praktische Erfahrungen aus der Webanalyse, besonders mit etracker

Beispielgrafik der Kampagnenberichte aus etracker

Etracker ist eigentlich ein gutes Webanalyse-Tool. Ich bin wahrscheinlich das, was man einen Poweruser nennt: Ich zähle zur Zeit über 5.200 Logins in 5 Jahren, da macht im Schnitt über 2,5 Login pro Tag – egal ob Montag, Sonntag oder Feiertag. Prinzipiell bin ich mit etracker sehr zufrieden. Doch ein paar  Einschränkungen bei der Möglichkeit, Daten direkt mit dem Tool zu analysieren oder roh zu exportieren, nerven mich.

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