App Deeplinking

Foto mit Smartphone und App, Quelle Unplash, Creative Commons Zero
Ein aktuell wichtiges Momentum für mobile Apps ist offensichtlich derzeit Deep Linking. Bisher ist es ja oft so, dass die Apps, die man sich auf das Smartphone lädt, alle nebeneinander stehen. Das ist zum einen ein ökonomischer Vorteil, da man als App-Anbieter den User „besitzt“, seine volle Aufmerksamkeit hat und alle Interaktionen abgreifen kann, andererseits stößt die App an sich aus Nutzersicht dann schnell an die Grenzen.

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Webhostingdays 2016 in Rust (WHD.global): Momentaufnahme einer nicht mehr ganz neuen Branche

Europapark Rust

Kurz vor der Saisoneröffnung des Europaparks in Rust fanden über drei Tage die Worldhosting Days statt. Inzwischen hat die Branchenveranstaltung der Server-, Cloud-, Domain- und Lösungsanbieter einige Ableger in Asien und auch in den USA. Dies hier ist allerdings die zentrale Veranstaltung, die WHD.global.

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Keine Torte von Twitter bekommen: Böhmermann will nicht mehr twittern

Böhmermann: Keine Torte, kein Twitter mehr

In dieser Woche ist Twitter 10 Jahre alt geworden. Verglichen mit Facebook ist die Twitter-Nutzung in Deutschland ziemlich gering. Einer der prominentesten User ist/war Jan Böhmermann, der in seiner Show Neo Magazin Royal (ZDF, ZDF neo) einen twitter-typischen Hashtag der Woche proklamiert hat.

Zum Zeh-Jahre-Anlasse hat Twitter Deutschland wohl über eine Agentur per Post Torten versenden lassen, an Medien wie stern.de, an Parteien wie die CDU, Vereine wie den FC Bayern München, aber nicht an Böhmermann, der für sich in Anspruch nimmt, Twitter und Periscope in Deutschland mit populär gemacht zu haben. Zudem hat der Twitter Account 514.000 Follower.

Die Rache: Snapchat statt Twitter und ein Hass-Video via Facebook-Moments

Robert Scoble nicht mehr für Rackspace unterwegs

Meldung über den Wechsel Scobles als Entrepreneur in Residence zu UploadVR

Die Silicon-Valey-Ikone Robert Scoble wird demnächst nicht mehr für das Hosting- und Cloudunternehmen Rackspace als „Futurist“ unterwegs sein. Das gab Scoble heute via Facebook bekannt.

 

The news is breaking. A chapter in my life closes and a new one opens up. Looking forward to working at Upload VR as its…

Posted by Robert Scoble on Thursday, March 10, 2016

Statt dessen wird sich Scoble nun als Entrepreneur In Residence  UploadVR widmen. Das ist ein Startup, das sich ganz der Entwicklung der Virtual- und Augmented Reality verschrieben hat. In Deutschland würde man hinter dem Begriff  Entrepreneur In Residence so eine Art TZrainee-Programm vermuten. Tatsächlich ist der Begriff jedoch viel breiter.

Scoble begründet den Schritt, Rackspace nach sieben Jahren zu verlassen mit seiner Begeisterung für Virtual Reality, etwas womit sich Rackspace in den nächsten drei Jahren eher weniger beschäftigen wird, meint er. Dort habe man damit zu tun, Hostingkunden in die Amazon- und Microsoft-Cloud-Rechenzentren zu begleiten. Das Schlüsselerlebnis sei der Web Summit vor zwei Jahren in Irland gewesen. Dort hätten viele zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Oculus Rift gemacht. Dieser Moment sei augenöffnend überwältigend gewesen.

Scobles Rolle bei Rackspace war, mit Startup-Unternehmen ins Gespräch zu kommen und in einer Form von Content Marketing entsprechende Neuigkeiten via Social Media in die Welt zu tragen. So gab es Newsletter, Posts, Videos und Konferenzen.

Das erste Berliner „Townhall-Meeting“ von Mark Zuckerberg

Screenshot Live Stream Townhall Meeting Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg im Townhall-Meeting in Berlin: 288.000 Facebook User sahen zu.

Das lang erwartete Facebook erste Townhall Meeting in Berlin ist vorbei. Registrierte Zuschauer mit offenbar vorher eingereichten Fragen kamen zu Wort. Per Livestream mit dem neuen „Facebook Live“ waren anfangs 233.00, gegen Ende dann 288.000 Zuschauer online dabei.

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Ende April 2016 ist Schluß mit ClickAndBuy

Micropayment Dienstleister clickandbuy schließt zum 30.4.2016

Schade, ClickandBuy geht den Bach runter.

Ich als langjähriger Kunde und Nutzer dieses Bezahlsystems erhalte gerade eine Mail mit folgendem Inhalt:

wir möchten Sie heute darüber informieren, dass das Internet-Bezahlsystem ClickandBuy am 30.04.2016 eingestellt werden wird.

Bis zum Einstellungstermin steht Ihnen ClickandBuy weiter zur Verfügung. Sie können wie gewohnt mit ClickandBuy bezahlen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass es vorkommen kann, dass ClickandBuy schon vor dem 30.04.2016 bei Ihrem gewohnten Wunschanbieter nicht mehr als Bezahlmöglichkeit zur Verfügung steht.

Ich habe ClickAndBuy als Zahlungsanbieter wahrgenommen, der sehr zuverlässig arbeitete. Durch die Verknüpfung mit dem Bankkonto war es recht einfach Geld aufzuladen.

Die große Alternative ist natürlich Paypal. Ich habe angefangen, Paypal zu hassen, als das Unternehmen eine Ebayzahlung „eingefroren“ hat, weil der Käufer sein Paypalkonto mit einer gestohlenen Kreditkarte aufgeladen hat. Dummerweise kann man aber als Verkäufer nicht überprüfen, aus welche Quelle das Geld stammt. Für Verkäufer ist Paypal keine sichere Zahlungsmethode. Das habe ich in diesem Fall lernen müssen. Mein Vertrauen in Paypal ist damit zerstört worden. Aufgrund der dämlichen Policies, die Paypal im Umgang mit anderen Konten hat, habe ich sogar angefangen, Paypal zu hassen.

Wenn immer es ging, habe ich also mit ClickAndBuy bezahlt, oder mit Lastschrift vom Bankkonto. Das war einfach und ging zumindest vor SEPA und den mörderisch langen IBAN Nummern. Zuletzt hatte ich ClickAndBuy in Zusammenhang mit iTunes in Gebrauch. Dummerweise ging mit Apple Music und ClickAndBuy als Zahlmethode die Familienfreigabe nicht.

ClickAndBuy gehört sei 2010 der Telekom. Leider hat man im Konzern es wohl versäumt, ClickAndBuy breit genug aufzustellen und man hat offensichtlich nichts in die Weiterentwicklung investiert. So überlässt man jetzt Paypal den Markt. Es stimmt wenig tröstlich, dass ab und an neue Zahlungsdienstleister für Micro Payment auf den Markt kommen.

Komischerweise wird der Dienst geschlossen und nicht wie branchenüblich verkauft oder wenigstens billig vertickt. Man muss sein Guthaben übrigens rechtzeitig wegtransferieren oder aufbrauchen.

„Recht auf Vergessen“: Müssen jetzt auch ähnlich klingende Namen aus der Suchmaschine?

Screenshot Metager.de Websuche
Metager.de ist eine Meta-Websuche, die viele Quellen abfragt und auf die Indizes mehrerer Anbieter zugreift, um möglichst passende Ergebnisse bereitzustellen. Zudem ist eine anonyme und trackingfreie Websuche möglich.

UPDATE

Das Landgericht Hannover  hat die Eilbedürftigkeit des Anliegens Mitte Januar 2016 abgewiesen. Entschieden ist der Fall allerdings nicht. Ob das „Recht auf Vergessen“ sich auch auf Assoziationen bezieht, also auch auf Suchtreffer, die beispielsweise durch Tippfehler ausgelöst werden, bleibt noch zu entscheiden.


SUMA-EV ist Betreiber der Suchmaschine MetaGer: Die Gefahr für den
MetaGer-Betrieb ist aber nicht gebannt. Die bisherige Gerichtsentscheidung
lehnt die Klage nur aufgrund mangelnder Eilbedürftigkeit ab; eine
Entscheidung in der Sache liegt nicht vor. Wenn die Klägerin in die
Berufung oder ins Hauptverfahren geht, dann kann das Verfahren auch ganz
anders ausgehen. Eine Entscheidung gegen MetaGer würde den Betrieb aller
Suchmaschinen in Deutschland gefährden. Das Internet in Deutschland wäre
kaum mehr nutzbar, die Digitale Agenda wäre Makulatur.

 

Unschickliche Internet-Urteile mit Facepalm-Garantie war man gelegentlich eher  vom OLG Köln gewohnt. Das Landgericht Hannover ist aber ein guter Kandidat, diese Stellung zu übernehmen.

Durch die Klage einer Rechtsanwältin aus Norddeutschland droht dem SUMA-EV, der als gemeinnütziger Verein der Betreiber der Meta-Suchmaschine MetaGer.de ist, das Aus.  Metager bezeichnet sich als Deutschlands größte und sicherste Websuche.

Die Anwältin fordert, das „Recht auf Vergessen“ auch auf Assoziationen zu den beanstandeten Begriffen, beispielsweise Namen, auszuweiten.

„Würde der Klage stattgegeben, wäre das das Aus für alle Suchmaschinen in Deutschland“, sagt Wolfgang Sander-Beuermann, geschäftsführender Vorsitzender des SUMA-EV.  „Eine Klageflut würde ihren Betrieb unmöglich
machen“.  Sicher ein schwerer Schlag gegen den Internetstandort Deutschland, der im weltweiten Vergleich ohnehin einen schweren Stand hat.

Der Fall ist nach mündlicher Verhandlung wegen einer Einstweiligen Verfügung vor dem Landgericht Hannover. Am 13.1.2016 will das Gericht das Urteil verkünden. Die Klage ist also nicht abgewiesen worden. Prozessbeobachter hatten dies allerdings erwartet.

Konkret klagt die Rechtsanwältin, Links zu löschen, die auf Webseiten mit
einem Namen zeigen, der dem ihrem nicht entspricht, aber ähnlich ist. Lässt man, so die Begründung der Einstweiligen Verfügung, in dem Namen der Anwältin einen Buchstaben weg, so werden beim Suchen nach diesem Namen Ergebnisse angezeigt, die der Klägerin missfallen.

Bezug genommen wird dabei auf das EuGH-Urteil vom 13.5.2014 zum „Recht auf Vergessen“.

Würde der Klage stattgegeben, könnte sich jeder auf das „Recht auf Vergessen berufen“, um nahezu beliebige Inhalte löschen zu lassen. Suchmaschinen wären damit sinnlos.

Experten: So ändert die Digitalisierung die Arbeitswelt von morgen

Bild mit Handreichung: Eine menschliche Hand schüttelt einen Roboterhand

Wissenschaftler der Universität St. Gallen haben 60 strukturierte Interviews mit Experten befragt, die entweder Wirtschafts- oder Beratungsunternehmen oder Gewerkschaften angehören oder in der Forschung tätig sind – allesamt Spezialisten im Bereich Arbeit. Sie sind danach befragt worden, wie wohl die Arbeitswelt von morgen aussehen könnte, welche Folgen das für die arbeitende Bevölkerung hat und auf welche Veränderung sich die Gesellschaft einstellen muss.

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Beats 1 – eigentlich habe ich darauf gewartet

iphone mit itunes app und beats 1
Beats 1 auf Sendung, hörbar über das iphone und andere Endgeräte

Maclife diskutiert gerade die Sinnhaftigkeit eines Radioprogramms anno 2015: „Wer braucht heute eigentlich noch Radio“ vor dem Hintergrund von Beats 1.

Ich habe mich zwischenzeitlich ein bisschen reingehört und ein paar Stunden live verfolgt. Das neue Moment von Beats 1 war für mich, mit einer recht eigenwilligen Präsentationsform konfroniert zu werden, über Stilgrenzen und Formatgrenzen hinweg. Abgesehen von den vielen technischen Fehlern, die da so passieren, finde ich Beats 1 richtig gut, auch wenn ich nicht täglich vier Stunden höre, sondern vielleicht mal 20 Minuten.

Ich habe selbst jahrelang Radio gemacht, Lokalfunk und Formatradio und selber auch viel Blödsinn produziert. Wenn man das ein paar Jahre macht, kommt man gar nicht mehr auf die Idee, dass es neben Formatradio auch noch andere Darstellungsformen geben kann. Unsere öffentlich-rechtlichen Sender versuchen sich gerne an Alternativen und scheitern meist.

Bei privaten und bei kommerziell erfolgreichen Sendern in Deutschland herrscht relative Eintönigkeit vor („more of the same“). Die Branche ist ziemlich kaputt, talentierte Mitarbeiter fehlen, die Gehälter sind niedrig und in öffentlichen-rechtlichen, von gepflegter Beamtenmentalität geprägten „Funkhäusern“ sind die „Popwellenmacher“ die Schmuddel- und Kellerkinder. Aus dieser Ecke kommen die Radiomacher hierzulande auch nicht mehr heraus. Das Thema hat sich erledigt. Vor so einem Hintergrund finde ich Beats 1 richtig gut.

Klar kann man sich heute sein „Wunschmusikprogramm“ selber zusammenstellen. Es gibt itunes und Spotify und dergleichen, kein Problem. Aber man kann das nicht immer. Diese eigenen Zusammenstellungen sind auf Dauer langweilig, denn es fehlt naturgemäß das Überraschende. Webradios sind hierzulande meist per IP verbreitete UKW-Zweitverwertungen oder so langweilig wie die UKW-Programme selbst, zu nischig (was auch okay ist) und nur von einer Minderheit hörbar. Innovation ist nicht zu beobachten. Alles tot wie Disco, um aus dem Film „Schnappt Shorty“ zu zitieren.

Die hiesige Radioszene wird von Verlegern dominiert, deren Maxime Geiz, Gier und Gewinnsicherheit das Handeln und das Entscheiden über Investitionen bestimmt. Das komplizierte überreggulierte Medienrecht in Deutschland und Europa hat verhindert, ordentliche Marktvolumina zu generieren, um europaweite Strategien anwenden zu können. Ein paar Verleger haben sich in zum Beispiel polnischen Privatradios eingekauft, aber es fehlt eben an Expertise und Know How, um punktuelle Erfolge auf europäischer Skala zu skalieren. Wem das ein bisschen gelungen ist, ist NRJ, eine aus einem Piratenradio in den 1980er Jahren hervorgegangenes Senderkonklomerat aus Frankreich, das aber in vielen europäischen Ländern an nationalen Lobbyisten und alteingesessenen  Medieninteressensträgern gescheitert ist. Rundfunkpolitik ist immer auch Innenpolitik.  Leider hat sich alles konserviert, es gab keine nennenswerten technischen Weiterentwicklungen und damit auch keine inhaltlichen.

Radio ist nicht nur Musik. Radio ist Unterhaltung, klar,  hauptsächlich mit Musik, aber das eigentliche Emotionale wird durch Moderatoren, DJs, Jocks, Ansager – wie man sie auch immer nennen möge – generiert. Das muss sich nicht in der typischen Morningshow mit mehr oder weniger motiviert sich durchwitzelnden Moderatoren erschöpfen, sondern kann auch in die Richtung gehen, die Beats 1 einschlägt. Die Wortbeiträge, die die einsetzen, haben eine Qualität, die man auf Deutschlandfunk etc. erwartet.

Nicht jeder möchte ständig sein Programm selbst zusammenstellen, man will auch überrascht werden, um nicht in der Music-Bubble abgeschirmt sich zu langweilen. Da ist Beats 1 auf einem guten Weg, finde ich.

Das neue IOS 8.4 ist da und damit auch Apple Music, Beats 1 und Connect

Am 30.6.2015 hat Apple nun IOS 8.4 ausgerollt. Es bringt Apple Music auf das iPhone und das iPad.

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Screenshot Apple Music
IOS 8.4 bringt Apple Music. Der Button dafür befindet sich unten rechts (wo standardmäßig das Icon für den Player war).

 

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Es gibt zwei Abomodelle: Der Ein-User-Zugriff kostet 9,99 Euro pro Monat, wenn bis zu sechs Leute mithören wollen, werden 14,99 Euro fällig. Drei Monate sind gratis.

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Für die Nutzung muss man die 80-seitige-AGB-Erklärung akzeptieren.

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Die bereits gekauften Songs sind natürlich ebenfalls zugänglich.

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Mittels einer Personalisierung kann man nun Vorschläge generieren lassen.

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Danach wird man nach einigen Favoriten aus diesen Genres gefragt.

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Nun wird eine Vorschlagsliste gezeigt.

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Auch das Apple Radioprogramm Beats 1 ist nun verfügbar.

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Es gibt u.a. eine Charts Now Show, Soundsystem, The Mixtape, On The Floor, All-City und Pop-Hits.