Cloudfest in Rust 2019: Eindrücke nach einem Tag

Die Veranstaltung findet jährlich statt und ist auch in Branchenkreisen ziemlich etabliert. Ein „Pflichttermin“ für alle, die sich mit Cloud, Hosting, Domains und Servern beschäftigen, also mit den wichtigen Teilen im „Maschinenraum des Internets“, ist sie offenbar dennoch nicht. Dennoch ist das Cloudfest in baden-wüttenbergischen Rust im Europapark ein guter Gradmesser, um zu sehen, was gegen die Hyperscaler AWS, Azure, Google Cloud und Alibaba noch möglich ist.

Ständige Veränderung: Wohin sich die Technologie-Branche entwickelt

Das Cloudfest kann zusammen mit den Vorläufern Webhostingdays und Worldhostingdays auf eine ziemliche Tradition zurückblicken. Seit langem findet die Veranstaltung in Rust statt. Und eigentlich haben die Macher frühzeitig die Idee des Technologiefestivals aufgegriffen, in Europa vielleicht sogar als erste, lange bevor die Cebit in Hannover mit diesem Versuch scheiterte und alle nur von der SXSW in Austin, Texas (USA) sprachen.

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Wozu gibt es den Menschen Medien Technologie – Podcast?

Ich bin der Meinung, dass sich der technologische Wandel sehr schnell vollzieht. Das ist als Erkenntnis inzwischen überall angekommen und kein Geheimnis mehr, aber viele stehen diesen Entwicklungen, der “Digitalisierung” wie man gerne so schön sagt, reserviert bis ablehnend gegenüber. Ich bin der Meinung, das Mediensystem, das wir haben, informiert nicht besonders gut über digital-technologische Themen.

Markus Käkenmeister mmt Podcast Menschen medien Technologie
mmt – Menschen Medien Technologie Podcast – jede Woche eine neue Episode auf itunes, Stitcher, Spotify und zu abonnieren als RSS-Feedhttps://menschenmedien.technology

Wenn man sich die Berichterstattung ansieht, wie etwa zu Anfang des Jahres mit dem Promi-Doxing, dann wird das deutlich. Was da an Blödsinn verbreitet wurde, war manchmal nicht zu fassen. Ähnlich uninformiert sind Beiträge im Zusammenhang mit Datenschutz oder Urheberangelegenheiten. Google, Facebook, Amazon werden aktuell zu mafiösen Betrügern stilisiert.

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„Digital angekommen“?

Die Digitalisierung sei „in der Mitte der Gesellschaft angekommen“. Das ist so eine Worthülse wie „man muss die Leute abholen, wo sie sind“ – schön in einem Meeting, in dem gerne Bullshit-Bingo gespielt wird und well-feeling angesagt ist. Sagt aber leider gar nix. „Digitalisierung“ ist als Begriff komplett unscharf und kann in alle Richtungen gedeutet werden, so wie auch „Industrie 4.0“.

Was wirklichen helfen könnte, AI zu verstehen: Es selbst auszuprobieren.

Die erwähnte Worthülse geht zurück auf eine Studie, die vorgestellt worden ist – und man vermutet es schon beim Hören – es ist ein politisches Ding. Die Studie heißt „d21 Digitalindex 2018-2019“ und ist vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert worden. Peter Altmair hat dann auch die Ergebnisse präsentiert.

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UpCloud – ein erster Blick auf den Public-Cloud-Anbieter aus Finnland

Amazon AWS, Microsoft Azure, Alibaba, Google Cloud, IBM Cloud gehören zu den größten Anbietern der Cloud-Branche. Doch daneben gibt es interessante Alternativen wie Linode, Vultr, Digital Ocean. Eine weitere Möglichkeit, in die Cloud zu gehen, bietet das finnische Unternehmen UpCloud. In diesem Beitrag werfen wir einen ersten Blick auf das Angebot.

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WordPress 5 mit Gutenberg ist da – erste Erfahrungen

Je nachdem wie man es sieht: WordPress ist als Content Management System sehr weit verbreitet. Es gibt Schätzungen, die von 60 Prozent ausgehen, hochgerechnet von w3techs.com auf Basis der eine Million sichtbarstem Websites (laut alexa.com). Konservativere Schätzungen gehen aktuell von etwas mehr als 30 Prozent aus. Tendenz steigend. Das heißt: WordPress ist für das Web wichtig.

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Amazon Web Services (AWS) Re:Invent

Amazon Web Services (AWS) stellte 2018 viele Neuerungen vor. Re:Invent hieß das Präsentations-Event. Es hat stattgefunden in Las Vegas und wurde auch im Web übertragen. Etwa 100.000 Leute sollen online zugesehen haben.

Die Strategie bei AWS scheint zu sein, für drei Zielgruppen Produkte und Services anzubieten: Programmierer und Entwickler – Nerds im besten Wortsinn – bekommen mit IaaS und Frameworks die technologische Basis für ihre Arbeit. Damit konsolidiert AWS die Vorherrschaft im Cloudbereich. 

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Trendumkehr nach 16 Millionen registrierten .de Domains

Anfang 1994 zählte die Vergabestelle für Domainnamen unter der deutschen Länder-Top-Level-Domain, die Denic, ganze 1.123 Registrierungen. Das änderte sich schnell: Besonders Mitte 1995 und später noch einmal, so um 1998 bis 2000 wuchs die Zahl sehr schnell an. September/Oktober 1999 waren über eine Million Domainnamen unter .de registriert. Seitdem setzte sich das Wachstum fort. Mai/Juni 2006 war die Zehn-Millionen-Grenze überschritten (Quelle: Denic).

Rückläufige .de Domainregistrierzahlen
Frühjahr/Sommer 2018: Zum ersten Mal ist die Anzahl registrierter .de Domains rückläufig.

Zwar verlangsamte sich das Wachstum, doch von einigen Ausnahmen abgesehen, waren von Monat zu Monat mehr .de Domains registriert. Der Höhepunkt war im März 2018 erreicht.

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Fake-Netzwerk-Löschungen auf Facebook: So viel ist es auch wieder nicht

Facebbo delete

„Inauthentic coordinated behavior“ ist der Facebook-Sprech für Fake News und Fake Seiten, Fake Gruppen und Fake Profile. Man könnte diesen Terminus übersetzen mit „nicht authentisches koordiniertes Verhalten“. also Verhalten, das Akteure in sozialen Netzwerken an den Tag legen, indem sie Dinge posten, die für eine Interessensgruppe nützlich sind, wobei diese Gruppe aber nicht offen in Erscheinung tritt. 

Im Rahmen der „Fix-Facebook“-Initiative versucht das soziale Netzwerk offenbar nur, diesem Missbrauch entgegen zu treten. Entsprechende Unternehmensmeldungen des Zuckerberg-Netzwerks schaffen es in deutsche Normalmedien: 

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Kein Klout-Score mehr

Es ist vorbei mit dem Klout-Score. Die dahinter stehende Firma Lithium arbeitet nach Presseberichten an einem Nachfolgermodell.

Klout hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den sozialen Einfluss von Usern in sozialen Netzwerken miteinander zu vergleichen und in Form einer Zahl von null bis um die 100 darzustellen. Theoretisch gab es keine Begrenzung nach oben.

Insbesondere die Anzahl der Follower oder Friends in Bezug auf die Anzahl derer, denen man selbst folgt sowie das Weiterteilverhalten (Retweets, Shres, Mentions…) nach Posts gingen in eine Verrechnung ein.  Werte von 81 oder 78 galten als Anzeichen für einen Influencer.

Zusätzlich hat der Klout-Service auch versucht, Bezüge zwischen Person und Themen herzustellen, also die Themenfelder zu identifizieren, in denen sich ein Klout-User auskannte.

Lithium, das Klout vor einigen Jahren für 200 Millionen US-Dollar übernommen hat, bietet Tools für das Social Media Marketing (SMM), für das Communitymanagement und für Supportprozesse an. Einen Stand-Alone-Service wie Klout betrachtet man nun als überflüssig, heißt es in einem Blogbeitrag bei Lithium:

the consumer Klout website and the data API no longer make sense as standalone services.

Der Zeitpunkt der Einstellung, 25.5.2018 fällt nicht ganz zufällig mit dem Datum zusammen, an dem die europäische Datenschutzgrundverordnung rechtskräftig wird. Allerdings habe man die Schließung von Klout unabhängig davo geplant und die DSGVO sei auch nicht der Grund für die Einstellung.